
Äußerlich betrachtet, hat Haus Gastendonk seinen ursprünglichen Charakter als Rittersitz schon lange verloren, erinnerte aber immer noch an einen wasserumwehrten Herrensitz mit Gebäuden, die in den Jahren 1840 bis 1842 errichtet worden sind.
So existierte es bis zum 2. Oktober 1942, als durch einen Fliegerangriff Wohnhaus und Nutzbauten völlig zerstört wurden. Der Besitzer Heinrich Windbergs, sein jüngster Sohn Joseph und ein Melker fanden dabei den Tod.
Noch während der Kriegswirren begannen Witwe Maria Windbergs, ihre einzige Tochter Maria und der spätere Ehemann Leonhard mit dem Wiederaufbau. Es entstand eine modernere, größere Hofanlage mit denkmalgeschütztem Wohnhaus und Nutzgebäuden im Viereck, die aber dem alten Stil angepasst wurden .
Nachweislich lassen sich die ersten Besitzer bis ins Jahr 1274 zurückverfolgen (siehe auch historisches Fenster in der Aldekerker Klosterkirche). Das Rittergut wechselte im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach die Besitzer. Zu ihnen zählten die Familien von Graus, von Plönnies und Remele, ehe es Heinrich Windbergs im Jahr 1881 kaufte. Seither befindet sich der Hof im Familienbesitz der Familie Windbergs.
Heute zählt der Meisterbetrieb rund 75 ha Acker- und Grünland mit 55 Milchkühen und Jungviehaufzucht. Die 500 Legehennen sind fleißig für den Ab-Hof-Verkauf, für den sich vor allem Elsbeth Windbergs seit 1984 voll engagiert.